Die Fair-Händler Welche Organisationen bieten fair gehandelte Waren an?
Verkaufsstellen Wo kann ich die fair gehandelten Produkte kaufen?
Siegel und Kontrolle Wie fair ist fair? Wer legt das fest und wer kontrolliert es?
Netzwerke Wer koordiniert und vernetzt die Aktivitäten des Fairen Handels?
Die Gesellschafter der GEPA Welche Organisationen stecken hinter der GEPA?
GEPA Seit über 35 Jahren steht die GEPA für das Ziel "Wandel durch Handel".
dwp Bereits seit der Gründung vor 20 Jahren steht die Persönlichkeit der Menschen im Vordergrund.
EL PUENTE EL PUENTE (spanisch: die Brücke) will die Kluft zwischen den reichen und armen Ländern überbrücken.
BanaFair Die Banane ist die wichtigste Exportfrucht der Welt. Und Deutschland eine Bananenrepublik. 
EL PUENTE verfolgt ein ganzheitliches Konzept des Partnerschaftlichen Welthandels, das die gesamte Handelskette mit einbezieht.
EL PUENTE ist eine Organisation des Partnerschaftlichen Handels. Seit über 35 Jahren fördert EL PUENTE Kleinbetriebe und Genossenschaften in Entwicklungsländern durch die Vorfinanzierung ihrer Lieferungen, langfristige Zusammenarbeit und Zahlung von Preisaufschlägen für Gemeinschaftsaufgaben. EL PUENTE arbeitet nicht gewinnorientiert und leistet Hilfe zur Selbsthilfe unter Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels. EL PUENTE setzt sich in der Öffentlichkeitsarbeit für gerechten Welthandel und eine selbstbestimmte Entwicklung in den Partnerländern ein.
Das EL PUENTE - Sortiment kann in etwa 800 Weltläden in Deutschland bezogen werden. Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Aktionsgruppen, die unsere Ware auf Märkten und Veranstaltungen, an Unis, Schulen oder im kirchlichen Rahmen verkaufen.
EL PUENTE ist eine der ältesten Importorganisationen des Fairen Handels und hat sich dem Prinzip des nicht-gewinnorientierten Wirtschaftens verschrieben. EL PUENTE handelt ausschließlich mit Projektware. Ein unabhängiger Projektpartnerausschuss überprüft die Einhaltung der festen Handelskriterien EL PUENTEs.
Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe für demokratisch organisierte Partnerorganisationen, die selbstbestimmt agieren. Auch bei uns in Deutschland setzen wir gleichermaßen auf basisdemokratische Gesellschaftsstrukturen.
Wir zahlen gerechtere, von den Produzenten kalkulierte Preise. Wo Fair-Handels-Mindestpreise gelten, werden sie keinesfalls unterschritten.
EL PUENTE gewährleistet eine bis zu 100%ige, zinsfreie Vorfinanzierung, die ein Großteil unserer Partnerorganisationen in Anspruch nimmt. Auf diese Weise können beispielsweise Erntehelfer finanziert, Rohmaterialien gekauft und organisatorische Kosten gedeckt werden.
Unsere über viele Jahre und Jahrzehnte gewachsenen Kontakte basieren auf partnerschaftlichen Grundsätzen und größtmöglicher Transparenz. Der direkte Kontakt zu den Produzenten sichert ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis.
Nicht nur in der Beziehung zu unseren Partnerorganisationen sind transparente Strukturen essentiell, auch unseren Kunden stellen wir alle geschäftsbezogenen und inhaltlichen Informationen zur Verfügung. Auf Anfrage sind detaillierte Preiskalkulationen für jedes einzelne Produkt erhältlich.
Wir fördern eine ganzheitliche Entwicklung in den Partnerländern, die die Kleinproduzenten vor Ort durch eine gemeinsame Präsenz am Markt besser positionieren und idealerweise in die Unabhängigkeit führen soll. Ziel unserer Arbeit ist eine verbesserte Lebensqualität für unsere Partner und ihre Familien.
Langfristige Handelsbeziehungen geben unseren Produzenten die Sicherheit, ihre Abhängigkeit vom ausbeuterischen Zwischenhandel aufzugeben und zukünftig selbstbestimmt zu arbeiten und zu leben.
Unsere Partnerorganisationen sorgen für Sicherheit am Arbeitsplatz, für den Schutz der Produzenten, für ein angenehmes soziales Klima sowie für eine Grundabsicherung der Arbeiter und ihrer Familien bezüglich Krankheit und Rente.
Unsere Partnerorganisationen in den Ländern des Südens arbeiten streng nach unseren Kriterien. Die Projektpartner EL PUENTEs unterbinden ausbeuterische Kinderarbeit und sorgen dafür, dass die Kinder der Produzentenfamilien die Schule besuchen können.
In den von EL PUENTE an die Partner gezahlten Preisen sind Aufschläge enthalten für biologischen Anbau, für besonders hohe Produktqualität sowie für soziale Gemeinschaftsprojekte die allen Mitgliedern zugute kommen. In vielen Fällen können so Schulen gebaut, Lehrer und Ärzte bezahlt, weiterverarbeitende Anlagen errichtet oder gemeinschaftliche Fonds gegründet werden.
Ein derzeit zu etwa 80% bio-zertifiziertes Lebensmittelsortiment wird kontinuierlich erweitert. Auch während der mehrjährigen Umstellungsphase auf biologischen Anbau erhalten unsere Partner bereits Preisaufschläge für die entstehenden Mehrkosten.
Lebensmittel und Kunsthandwerksprodukte in Weltläden entsprechen höchsten Qualitätsstandards, die durch regelmäßige Kontrollen gesichert sind. Gemeinsam mit den Produzenten sorgen wir für eine kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards.
Begleitende entwicklungspolitische Bildungsarbeit ist wesentliches Element des Fairen Handels. Gezielte Kampagnen und Projekte fördern eine Bewusstseinsänderung der Konsumenten und liefern vielfältige Informationen zu Produkten, Projektpartnern und Partnerländern. Umfassende Informationsmaterialien sind in den Weltläden erhältlich.
Siehe Weltladenlieferanten.
„Fairer Handel ist eine „Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit den VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e. V., WFTO und EFTA)
„Fairer Handel ist eine „Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit den VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e. V., WFTO und EFTA)
Ein Zusammenschluss von nicht geschlossener Mitgliederzahl mit dem Zweck, den Erwerb ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern. Im Fairen Handel sind viele Produzenten in Genossenschaften oder Kooperativen organisiert.
Importorganisationen im Fairen Handel sind die Organisationen, die Produkte aus dem Süden nach Kriterien des Fairen Handels importieren. Die größte Importorganisation in Deutschland ist die GEPA - The Fair Trade Company.
Die Standards im Fairen Handel geben vor, dass Produkte unter Ausschluss illegaler Kinderarbeit hergestellt werden müssen. Die Arbeit von Kindern wird nicht generell verurteilt, sondern die Rede ist von ausbeuterischen Formen der Kinderarbeit. Sie orientieren sich damit an den Übereinkommen der ILO (Internationale Labour Organization), die ausbeuterische Kinderarbeit als Arbeit von unter 15-Jährigen definieren.
Zusätzlich verbieten sie die folgenden vier schlimmsten Formen von Kinderarbeit:
Zu Anfang der Fair-Handels-Bewegung gab es fair gehandelte Produkte nur in den Weltläden zu kaufen. Inzwischen haben in Deutschland rund 30.000 Supermärkte, Bio- und Naturkostläden fair gehandelte Produkte im Sortiment.
Für viele fair gehandelte Produkte aus dem Lebensmittelbereich gibt es einen von FLO e.V. festgelegten Mindestpreis. Er soll den Produzenten ihre Existenz sichern und eine kostendeckende Produktion ermöglichen. Hinzu kommen die Fairtrade-Prämie und ggf. ein Bio-Zuschlag.
Mehr Informationen unter: www.fairtrade.de/Mindespreis
Produkte im Fairen Handel umfassen den Lebensmittelbereich, Bälle, Blumen, Baumwolle und das Kunsthandwerk. Für Letzteres gibt es bisher keine Zertifizierungsstandards von FLO e.V.. Importorganisationen, wie z.B. die GEPA greifen daher auf die Kriterien der WFTO oder auf eigene Kriterien zurück.
Die Standards im Fairen Handel basieren auf den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. International anerkannt sind die Standards von FLO e.V., überwiegend im Lebensmittelbereich und die Standards der WFTO für Fair-Handels-Organisationen.
Die Fair-Handels-Standards sehen die Möglichkeit zur Vorfinanzierung vor, d.h. einen Zahlungsvorschuss für die jeweiligen Produzentengruppen, um z.B. die Ernte organisieren zu können.
Weltläden sind Fachgeschäfte, in denen fair gehandelte Produkte verkauft werden. Sie beteiligen sich außerdem an Informationsarbeit, Kampagnen und politischen Aktionen zum Fairen Handel. Die Mitarbeiter/-innen arbeiten überwiegend ehrenamtlich.
In Deutschland wird das Fairtrade-Siegel von TransFair e.V. vergeben. Der gemeinnützige Verein ist als nationale Siegelinitiative Mitglied von FLO e.V. Die Vergabe des Fairtrade-Siegels erfolgt auf der Grundlage von Lizenzverträgen. Das heißt, um Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kennzeichnen und verkaufen zu dürfen, ist bei TransFair eine Lizenz zu erwerben. Bei jedem Verkauf eines besiegelten Produktes muss eine Lizenzgebühr an TransFair Deutschland bezahlt werden.
TransFair e.V. setzt sich dafür ein, weitere Partner und Unterstützer für den Fairen Handel durch Marketing-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen.
Der Sitz von TransFair e.V. ist Köln.
Seit Mai 2011 führt TransFair e.V. das Organisations-Logo „FAIRTRADE“-Deutschland.

