Länder Aus welchen Ländern kommen fair gehandelte Produkte zu uns?
Statements Was sagen die Produzentinnen und Produzenten zum Fairen Handel?
Träume und Ziele Die Gründer des Fairen Handels erzählen, ob ihre Träume in Erfüllung gegangen sind.
Kritische Fragen Der Faire Handel ist nicht unumstritten. Auch unter Produzenten. Antworten auf aktuelle Fragen.
Realitäten vor Ort Warum ist Fairer Handel nötig? Es berichten Journalisten und Fachleute.
Dr. Frans van der Hoff Einer der Gründerväter des Fairen Handels: "Wenig über das Ausmaß der Ausbeutung auf dem Land gewusst".
Sr. Norma Mugar Managerin von Alter Trade Corporation: "Auf der Suche nach der wahren Bedeutung des Fairen Handels".
Brji Mohan Gründer des indischen Familienunternehmens TPI: "Arbeiter unabhängig machen".
Señor Chino Direktor der Imkerkooperative APICOOP: "Haben Fairtrade am Anfang für eine verrückte Idee gehalten".
Sr. Roopa Metha Direktorin von Sasha: "Würde und Selbstvertrauen für Produzenten". 
„Wir waren stolz auf unsere Handwerkstradition und besorgt darüber, dass die Bauern keinen direkten Marktzugang und keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung hatten. Sie waren von Zwischenhändlern abhängig. [...] Das wichtigste war, die Handwerker dabei zu unterstützen, die Kontrolle über ihre eigenen Geschäfte und Finanzen zu übernehmen.“
Sr. Roopa Metha ist Gründungsmitglied und Direktorin von „Sasha“, eine Non-Profit Organisation, die Handwerker aus Ostindien unterstützt, indem sie die Vermarktung ihrer Produkte organisiert. Sasha verschaffte den Kleinproduzenten einen direkten Zugang zu den Exportmärkten und unterstützte sie durch Weiterbildungsprogramme und Vorfinanzierung.
Sasha unterstützt die Handwerker dabei, sich zu organisieren und weiterzubilden. Um die Produktpalette zu erweitern und an den Markt anzupassen, wurde eine Zusammenarbeit mit Designern arrangiert.
„Wir glauben, dass der Faire Handel den Handwerkern Würde, Selbstvertrauen und finanzielle Sicherheit bringen kann. Er ermöglicht den Kleinproduzenten und ihren Familien eine verbesserte Lebensqualität und mehr Kontrolle über ihre Lebensumstände.“
„Der Faire Handel ist der richtige Weg, aber es muss noch viel getan werden ...“
Die Direktorin von „Sasha“ ist der Meinung, dass durch den Fairen Handel bereits viel erreicht wurde. Die Lebenssituation der Produzenten hat sich verbessert. Sie haben einen besseren Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge. Dennoch müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um alle Ziele des Fairen Handels zu verwirklichen.
„Für die Produzenten sind die Märkte begrenzt und ein regelmäßiges Einkommen ist nicht sichergestellt. Weitere Anstrengungen sind nötig um das Bewusstsein der Konsumenten für den Fairen Handel und für die Situation der Produzentengruppen zu schärfen. Die Konsumenten müssten mehr über die einzigartige Tradition und Kultur der Menschen lernen, die das Kunsthandwerk herstellen, um den Kontext zu verstehen und wertzuschätzen.“
„Fairer Handel ist eine „Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit den VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e. V., WFTO und EFTA)
„Fairer Handel ist eine „Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit den VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e. V., WFTO und EFTA)
Produkte im Fairen Handel umfassen den Lebensmittelbereich, Bälle, Blumen, Baumwolle und das Kunsthandwerk. Für Letzteres gibt es bisher keine Zertifizierungsstandards von FLO e.V.. Importorganisationen, wie z.B. die GEPA greifen daher auf die Kriterien der WFTO oder auf eigene Kriterien zurück.
Die Produzentengruppen sind entweder Genossenschaften oder abhängig Beschäftigte in der Landwirtschaft oder in Fabriken. Bei der Herstellung von Kunsthandwerk handelt es sich häufig um Kleingruppen oder Familienbetriebe.
Die Fair-Handels-Standards sehen die Möglichkeit zur Vorfinanzierung vor, d.h. einen Zahlungsvorschuss für die jeweiligen Produzentengruppen, um z.B. die Ernte organisieren zu können.
In Deutschland wird das Fairtrade-Siegel von TransFair e.V. vergeben. Der gemeinnützige Verein ist als nationale Siegelinitiative Mitglied von FLO e.V. Die Vergabe des Fairtrade-Siegels erfolgt auf der Grundlage von Lizenzverträgen. Das heißt, um Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kennzeichnen und verkaufen zu dürfen, ist bei TransFair eine Lizenz zu erwerben. Bei jedem Verkauf eines besiegelten Produktes muss eine Lizenzgebühr an TransFair Deutschland bezahlt werden.
TransFair e.V. setzt sich dafür ein, weitere Partner und Unterstützer für den Fairen Handel durch Marketing-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen.
Der Sitz von TransFair e.V. ist Köln.
Seit Mai 2011 führt TransFair e.V. das Organisations-Logo „FAIRTRADE“-Deutschland.

