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Señor Chino – Direktor der Imkerkooperative APICOOP

„Bis zum April des Jahres 1988 hatten wir noch nie von „Fair Trade“ gehört. An diese Zeit denken wir nicht gerne zurück […] Aber plötzlich kam uns auf wundersame Weise etwas von einer neuen Idee zu Ohren, was am Anfang ein wenig verrückt klang.“

Misstrauen in Zeiten der Militärdiktatur

Die Kooperative APICOOP ist aus dem Bienenzucht-Projekt des Bistums Valdivia hervorgegangen, das die Förderung der ländlichen Entwicklung zum Ziel hatte. Die kirchliche Trägerschaft war besonders wichtig in Zeiten der Militärdiktatur, als Gewerkschaften und Bauernorganisationen verfolgt wurden.

„Vor 21 Jahren begannen wir die großartige Möglichkeit, die uns der Faire Handel bot, unter den Imkern aus verschiedenen Regionen Chiles zu verbreiten. Zu unserer großen Überraschung stieß die Idee, sich zu organisieren, den Honig gemeinsam zu vermarkten und dadurch bessere Preise zu erhalten, auf großes Misstrauen. Die Bauern meinten, die Durchführung sei schwierig und gefährlich weil man mit Repressionen seitens der Diktatur rechnen müsse.“

„Der Faire Handel ist ein Lernprozess.“

Heute ist APICOOP ein erfolgreicher Honigexporteur. Durch die Imkerei und die Vermarktung des Honigs zu fairen Konditionen konnten viele Bauernfamilien ihr Einkommen erhöhen und ihre Lebenssituation verbessern. Der Weg dahin war nicht leicht und ist noch nicht am Ende…

„Heute haben wir begriffen, dass der Faire Handel ein Lernprozess ist mit einem dauerhaften Erfolg […] Uns ist auch klar geworden, dass wir einen Beitrag zur Sensibilisierung der Konsumenten im Norden leisten können, indem wir ihnen unsere Lebensrealität näher bringen und vermitteln, welche Auswirkung der Faire Handel auf unsere Gemeinden hat.“

GEPA - THE FAIR TRADE COMPANY
Hintergrundgrafik, die den Viewport komplett ausfüllt