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Sr. Norma Mugar – Managerin von Alter Trade Corporation

„Wenn es nicht gelingt, die Bauern gleichberechtigt an den Gewinnen des Handels teilhaben zu lassen, wird der Faire Handel seine Bedeutung verlieren.“

Norma Mugar, heute Managerin von Alter Trade Corporation, engagierte sich schon in jungen Jahren für die philippinischen Zuckerrohrbauern. Als katholische Nonne wollte sie den Kleinproduzenten nicht nur das Wort Gottes, sondern auch die Chance zur wirtschaftlichen Entwicklung bringen. Anfang der 90er trat sie deshalb der Alter Trade Corporation bei. Alter Trade Corporation hat es sich zum Ziel gemacht hat, die Produzenten von Rohzucker und getrockneten Bananen bei der Vermarktung ihrer Produkte zu unterstützen.

Auf der Suche nach solidarischen Partnern

„Wir suchten nach der wahren Bedeutung des Fairen Handels. Wir wollten Konsument und Produzent verbinden. Wir suchten die Partnerschaft mit gleich-gesinnten Organisationen, Netzwerken und Institutionen [...]
Diese solidarischen Bindungen hatten einen positiven Einfluss und direkte Auswirkungen auf die Menge unserer Exporte. [...] Wir konnten unsere Position stärken und den Integrationsprozess vorantreiben, der zum Ziel hatte Produktion und Vermarktung zu verknüpfen.“

Die Machtsstrukturen verändern...

1994 stellten die Bauern auf organischen Zuckerrohranbau um und erhielten das Naturland-Siegel. Es ist schwierig, sich auf dem Zuckermarkt behaupten zu können. Aber dank der Fair-Handels-Beziehungen und der Bio-Qualität gelang es der Organisation erfolgreich zu wachsen. Heute ist Alter Trade Corporation die größte Fair-Handels-Organisation der Philippinen, mit mehr als 5.000 Produzenten und Exportbeziehungen in fünf verschiedenen Ländern. Dennoch muss weiterhin viel getan werden...

„Unser Modell von der Entwicklung des Fairen Handels ist immer noch weit davon entfernt, ein Musterbeispiel zu sein. Die Zahl der marginalisierten Produzenten, die wir erreichen konnten, ist immer noch klein, verglichen mit der Zahl von Bauern, die sich uns gerne anschließen würden. Was wir erreicht haben, ist wenig im Vergleich zu dem, was noch getan werden muss [...] Abschließend muss noch bemerkt werden, dass der Faire Handel nur dann Veränderungen bewirken kann, wenn es ihm gelingt, die Machtstrukturen im internationalen Handel zu verändern und es den Bauern zu ermöglichen, Eigenständigkeit zu erreichen [...]“

GEPA - THE FAIR TRADE COMPANY
Hintergrundgrafik, die den Viewport komplett ausfüllt