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3. Warum stammt fair gehandelter Kaffee nie von Plantagen, Tee hingegen schon?

Rund zwei Drittel der Kaffee-Produktion weltweit kommt aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Kleinbauern sind besonders betroffen von den Schwierigkeiten im konventionellen Welthandel. Im Wettbewerb mit großen Plantagen sind sie häufig benachteiligt. Die Akteure des Fairen Handels haben deshalb entschieden: Der Faire Handel importiert nur Kaffee von Kleinproduzent/-innen.

Bei Tee ist die Lage anders. Die Teeproduktion ist geprägt durch eine besondere Anbausituation: Tee wird hauptsächlich auf Plantagen produziert, den so genannten Teegärten. Hier gilt es, die Bedingungen der Arbeiter/-innen zu verbessern. Der Faire Handel mit sozial engagierten größeren Privatbetrieben ist ein wichtiger Bereich, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter/-innen zu verbessern. Denn: Wenn schon Plantagenarbeit, dann zu fairen Bedingungen. Der Faire Handel hat für die abhängig Beschäftigten – z.B. die Teepflücker/-innen – eine wichtige Funktion. Gerade in diesem Arbeitsbereich ist es wichtig, dass die Menschen zu fairen Bedingungen arbeiten können und dass ihre Position innerhalb des Unternehmens gestärkt wird. Betriebe, die über den Fairen Handel vermarkten, sind ein Beispiel für andere Arbeitgeber in der Region.

Fairtrade-Standards für Plantagen:
FLO e.V. hat für den Handel mit Plantagen eigene Fairtrade-Standards für abhängig Beschäftigte entwickelt. Wie bei den Standards für Kleinbauernkooperativen umfassen sie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Arbeiter/-innen sowie den Schutz der Umwelt.
Die Arbeitsbedingungen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und die Bezahlung muss den Arbeiter/-innen über die Existenzsicherung hinaus ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Außerdem gibt es auf diesen Plantagen den so genannten Joint-Body. Der Joint-Body setzt sich aus Vertretern der Arbeiter/-innen und des Managements zusammen und entscheidet demokratisch, wofür das Geld aus der Fair-Handels-Prämie verwendet wird.
Zwangsarbeit ist auf diesen Plantagen generell verboten und Kinderarbeit für Kinder unter 15 Jahren ist ebenfalls verboten. Bei Kindern über 15 Jahren, die auf der Plantage arbeiten, darf die Arbeit die Schulbildung nicht beeinträchtigen und sie dürfen keiner Arbeit ausgesetzt werden, die ihre Gesundheit gefährdet.

Mehr zu den Standards: www.fairtrade.de

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GEPA - THE FAIR TRADE COMPANY
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